DeepSeek-App vorerst aus südkoreanischen Stores verbannt
Die südkoreanischen Behörden informierten am Montag, dass die Anwendung DeepSeek in den lokalen App-Stores nicht verfügbar sein wird, bis die Informationssammelrichtlinien des Dienstes mit den nationalen Datenschutzgesetzen übereinstimmen.
Gemäß der Entscheidung der Kommission für den Schutz persönlicher Informationen (PIPC) ist DeepSeek in Südkorea zwar verfügbar, aber Benutzer werden nicht in der Lage sein, die Anwendung auf ihren Smartphones herunterzuladen.
Den derzeitigen Nutzern wird dringend empfohlen, den Dienst vorsichtig zu nutzen, bis die endgültigen Ergebnisse bekanntgegeben werden. Dazu gehört, persönliche Daten bei der Nutzung von DeepSeek nicht einzugeben, heißt es in der Mitteilung von PIPC.
Die Entscheidung, die am Samstagabend in Kraft trat, wurde getroffen, nachdem eine Reihe von Ministerien und Regierungsbehörden den internen Zugang zu dem KI-Dienst blockiert hatten. Dies geschah aufgrund von Bedenken hinsichtlich des Datenmanagements bei DeepSeek. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete, dass die chinesische Firma die Entscheidung der Behörden in Seoul "akzeptiert" hat.
Bereits im Januar schickte PIPC eine formelle Anfrage an DeepSeek, um Erklärungen zur Daten-sammel- und -verwaltungsweise zu erhalten. Die Firma gab zu, dass bisher "einige Datenschutzregeln" nicht berücksichtigt wurden.
Bisher haben die Behörden mehrerer Länder, darunter Italien, die Niederlande und die USA, Bedenken hinsichtlich der Risiken im Zusammenhang mit der Nutzung des Chatbots DeepSeek geäußert, insbesondere in Bezug auf die direkte Datenübertragung nach China, wo die Behörden in Peking Zugriff darauf erhalten könnten. Das australische Innenministerium hat die Installation von Chatbots der chinesischen Firma DeepSeek auf Regierungsausrüstung untersagt.
Die chinesische Regierung kritisierte das Vorgehen verschiedener Institutionen und Regierungen, das darauf abzielt, die Nutzung von DeepSeek einzuschränken und erklärte, dass "wir niemals eine Firma oder Einzelperson darum gebeten haben und niemals bitten werden, Daten gesetzeswidrig zu sammeln oder zu speichern".