Deutschlands älteste Schuhfabrik Carl Semler meldet Insolvenz an
Die Carl Semler Schuhfabrik, die älteste Schuhfabrik Deutschlands, hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen war seit 1863 tätig und produzierte bisher in Deutschland und Ungarn. Trotz der Sicherung der Gehälter ist ein Personalabbau unvermeidlich, berichtet Radio ZET.
Die Fabrik, die 1863 ihren Betrieb aufnahm, stellte Schuhe sowohl in Deutschland als auch in Ungarn her.
Die älteste Schuhfabrik Deutschlands ist insolvent
Laut Radio ZET beschäftigt die Fabrik derzeit 250 Personen in den Werken in Pirmasens und im ungarischen Pécs. In den vergangenen Jahren hatte die Schuhbranche mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, was viele Unternehmen in den Ruin trieb. Die Carl Semler Schuhfabrik war eines der letzten verbleibenden Unternehmen im Markt.
Trotz der Insolvenzanmeldung plant das Unternehmen, den Betrieb fortzusetzen. Radio ZET, unter Berufung auf das Portal polskiobserwator.de, berichtet, dass die Arbeit im bisherigen Modus weitergeführt wird und das Unternehmen auf einem guten Weg ist, seine Verpflichtungen zu begleichen. Die Personalreduktion soll dazu beitragen, die Kosten zu senken und die finanzielle Stabilität zu sichern.
Probleme in der Branche
Der Dienst WP Finanse berichtete, dass das Unternehmen Sanita, bekannt für die Schuhproduktion, ebenfalls Insolvenz angemeldet hat. Der Antrag wurde bereits beim Gericht gestellt. Das Werk in Piła, das zur dänischen Gruppe Sanita Footwear A/S gehört, beschäftigte etwa 150 Mitarbeiter, die von einem Tag auf den anderen ihre Arbeit verloren.
Am Tag vor Weihnachten erfuhren etwa 150 Mitarbeiter der polnischen Niederlassung des dänischen Clogs-Herstellers von der Schließung der Fabrik, obwohl es zuvor keine Anzeichen dafür gab.
Aus einer E-Mail der Unternehmensleitung ging hervor, dass die dänische Bank, die die Muttergesellschaft Sanita Footwear A/S finanziert, beschlossen hat, die Unterstützung der Sanita Footwear-Gruppe in Dänemark und Polen einzustellen.