Erdbeben bei Wardenburg: Experten vermuten Erdgas als Ursache
Am Dienstag, dem 1. April, um 14:33 Uhr ereignete sich in der Nähe von Wardenburg in Niedersachsen ein Erdbeben der Stärke 3,2. Die Erschütterungen waren sogar in einer Entfernung von einigen Dutzend Kilometern spürbar, berichtet die "Bild".
Die "Bild" berichtet weiter, dass die Information über das Erdbeben vom Deutschen Seismologischen Dienst, der beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) tätig ist, bestätigt wurde.
Das war das bisher stärkste Beben in der Region zwischen Oldenburg und Cloppenburg. Es dürfte in einem Umkreis von 15 Kilometern zu spüren gewesen sein, erklärte der Sprecher des LBEG, Eike Bruns.
Beim LBEG gehen bereits erste Meldungen über geringfügige Sachschäden ein. Die Behörden bitten die Einwohner, ihre Beobachtungen über die Website der Institution zu teilen, um den Umfang und das genaue Epizentrum des Bebens besser einschätzen zu können.
Erdbeben in Deutschland: Das ist der Grund
Experten glauben, dass das Erdbeben keine natürlichen Ursachen hatte. Die Quelle der Erschütterungen wurde im Gebiet der Gasfelder Hengstlage/Sage/Sagermeer lokalisiert.
Experten sagen, dass der Abbau von Erdgas zu Druckänderungen in den tiefen Erdschichten führt. Wenn diese Spannungen in geologisch schwachen Bereichen plötzlich freigesetzt werden, kann es an der Oberfläche zu spürbaren Erschütterungen kommen.
Nach Angaben von Experten sind Erdbeben mit einer Magnitude von über 3,0 in bewohnten Gebieten spürbar. Schwerwiegendere Schäden treten normalerweise bei Erdbeben mit einer Magnitude von 5,0 und höher auf.