Feuerinferno in Südkorea: Historische Tempel bedroht und zerstört
In Südkorea wird weiterhin gegen riesige Brände gekämpft, die letzte Woche ausgebrochen sind. Nahezu 9.000 Feuerwehrleute sind im Einsatz, um die Brände zu bekämpfen. Das Feuer hat bereits einen unschätzbaren Tempel aus dem 7. Jahrhundert zerstört und bedroht weitere Denkmäler.
Nahezu 9.000 Feuerwehrleute mit über 130 Hubschraubern und Hunderten von Fahrzeugen wurden entsandt, um die Brände in Südkorea zu bekämpfen. Trockenes und windiges Wetter erschwert ihre Arbeit erheblich. Das Feuer hat bereits etwa 15.000 Hektar Wald im südöstlichen Teil des Landes erfasst.
Feuer zerstören Denkmäler
Die gigantischen Brände haben auch den Tempelkomplex Gounsa verwüstet, der im Jahr 681 errichtet wurde, also in der Zeit der Drei Königreiche Koreas. Es war das Hauptheiligtum des Jogye-Ordens im koreanischen Buddhismus. Das Feuer beschädigte auch die umliegenden Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Die in den Tempeln gesammelten Kunstwerke und sakralen Gegenstände konnten glücklicherweise gerettet werden.
Gläubige, die Zeugen des Brandes des Gounsa-Tempels waren, kommentieren das Ereignis. „Ich hatte nicht erwartet, dass der Tempel in Flammen stehen würde. Es dauerte keine halbe Stunde, bis er in einem Flammenmeer stand“, berichtete eine der Gläubigen der Nachrichtenagentur Reuters.
Dies sind jedoch nicht die einzigen bedrohten Stätten, wenn es um unschätzbare Denkmäler geht. Feuerwehrleute sichern auch das Freilichtmuseum Hahoe, ein UNESCO-Weltkulturerbe, sowie eine konfuzianische Schule aus dem 17. Jahrhundert. Auch dort nähert sich das Feuer gefährlich.
Die Situation in Südkorea
Bereits über 5.500 Menschen wurden gezwungen, ihre Häuser in Andong sowie in den benachbarten Landkreisen Uiseong und Sancheong und in der Stadt Ulsan zu evakuieren, wo die Brände am größten waren, berichtete das südkoreanische Ministerium für Inneres und Sicherheit.
Aus den neuesten Berichten geht hervor, dass mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen sind und 19 verletzt wurden.