Gesundheitsrisiko Listeriose: Warum Würstchen erhitzt werden müssen
Würstchen haben wir oft im Kühlschrank, da sie sich für ein schnelles Frühstück oder Abendessen eignen. Es ist jedoch wichtig, darauf zu achten, welche Zutaten die Würstchen enthalten und wie man sie richtig zubereitet. Eine Expertin erklärt, warum es besser ist, sie nicht kalt zu essen.
Alle Würstchen sehen ähnlich aus, und auch ihre Verpackungen unterscheiden sich oft nicht wesentlich. Doch wenn es um die eigentlichen Zutaten dieser Würstchen geht, können die Unterschiede sehr groß sein. Im Ladenregal findet man Produkte von hoher Qualität, die hauptsächlich aus Fleisch und Gewürzen bestehen, aber auch solche, die voller chemischer Zusätze und Konservierungsmittel sind. Deshalb sollten Sie vor dem Kauf die Zutaten auf dem Etikett lesen.
Wie wählt man Würstchen aus? Darauf sollten Sie achten
Ein wichtiger Indikator ist hier der Preis. Produkte von guter Qualität gehören nicht zu den billigsten. Ein niedriger Preis geht in der Regel mit einer schlechten Zusammensetzung einher. Würstchen sollten hauptsächlich Fleisch enthalten, mindestens 90 Prozent. Produkte, die mechanisch getrenntes Fleisch (MOM), Konservierungsmittel und künstliche Geschmacksverstärker enthalten, sollten vermieden werden. Je kürzer die Zutatenliste, desto besser. Solche Würstchen sind schmackhafter und gesünder.
Wichtig! Selbst wenn Sie Würstchen mit guter Zusammensetzung wählen, handelt es sich immer noch um ein hoch verarbeitetes Produkt. Deshalb sollten sie nur gelegentlich gegessen werden und nicht fester Bestandteil der Ernährung sein.
Kann man kalte Würstchen essen?
Auch die richtige Zubereitung von Würstchen ist sehr wichtig. Es scheint unglaublich einfach zu sein. Viele Leute glauben sogar, dass man sie nicht erhitzen muss; man braucht sie nur aus der Verpackung zu nehmen und die Folie zu entfernen. Ernährungswissenschaftler raten jedoch ausdrücklich von diesem Vorgehen ab.
— Mach das lieber nicht. Die FDA, also die amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde, rät davon ab, Würstchen zu essen, ohne sie vorher zu erhitzen. Würstchen können mit dem Bakterium Listeria monocytogenes kontaminiert sein, das eine Krankheit namens Listeriose verursacht — warnt die klinische Diätassistentin Anna Jedrej in einem ihrer Beiträge in den sozialen Medien.
In den Kommentaren unter dem Beitrag der Diätassistentin entwickelte sich eine Diskussion. Einige betonten, dass die Bezugnahme auf amerikanische Standards nicht unbedingt auf europäische Lebensmittelvorschriften übertragbar ist. Jedoch blieb Jedrej in dieser Angelegenheit fest — sie empfiehlt niemandem, Würstchen roh zu essen.
Warum sollte man Würstchen besser erhitzen?
Listeria monocytogenes ist ein Bakterium, das natürlich in der Umwelt vorkommt, unter anderem in Boden und Wasser. Es kann sich auch im Verdauungstrakt von Tieren befinden. Es verunreinigt Lebensmittel, hauptsächlich Fleischprodukte wie Würstchen, Hackfleisch oder Würste.
Deshalb empfiehlt die amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA), Würstchen zu erhitzen. Insbesondere sollten dies Personen mit geschwächtem Immunsystem, schwangere Frauen und ältere Menschen tun, da sie anfälliger für Listeriose sind. Bei ihnen kann die Krankheit einen schwereren Verlauf nehmen.