Optimismus an der Wall Street: Indizes steigen, Trump lenkt ein
Die Montags-Session an der Wall Street brachte Zuwächse bei den wichtigsten Börsenindizes. Anleger zeigten erneut Optimismus, nachdem Informationen bekannt wurden, dass Donald Trump einige seiner Tarifpläne überdenken könnte. Dies könnte das Risiko einer wirtschaftlichen Abschwächung in den USA durch den anhaltenden Handelskonflikt verringern.
Der Dow Jones Industrial Index schloss den Tag mit einem beeindruckenden Anstieg von 1,42 Prozent und erreichte ein Niveau von 42.583 Punkten. Noch besser entwickelte sich der S&P 500, der um 1,76 Prozent zulegte und die Sitzung bei 5.768 Punkten beendete. Den stärksten Anstieg verzeichnete der Nasdaq Composite, der um 2,27 Prozent auf 18.189 Punkte stieg. Auch der Index für Unternehmen mittlerer Kapitalisierung, der Russell 2000, zeigte eine gute Performance, indem er 2,55 Prozent zulegte und einen Wert von 2.109 Punkten erreichte.
Der Volatilitätsindex VIX, oft als "Angstindex" bezeichnet, fiel um 9,34 Prozent auf 17,48 Punkte, was die abnehmenden Bedenken der Anleger bestätigt. Besonders hervorzuheben sind die Aktien von Tesla, die nach neun Wochen kontinuierlicher Kursverluste um fast 12 Prozent in die Höhe schnellten. Bedeutende Zuwächse verzeichneten auch Meta Platforms und Nvidia, deren Wert sich um über 3 Prozent erhöhte.
Abschwächung der Handelskriegsängste
Trotz der anhaltenden Bedenken hinsichtlich eines möglichen Anstiegs der Inflation und des Rezessionsrisikos vor der für den 2. April geplanten Einführung gegenseitiger Zölle durch die Trump-Administration, verbesserte sich die Marktstimmung deutlich. Dazu trugen Berichte von Bloomberg und dem Wall Street Journal bei, nach denen die Zölle einen engeren Umfang haben könnten als ursprünglich angenommen und sektorspezifische Zölle wahrscheinlich verschoben werden.
Trump selbst deutete am Montagnachmittag an, dass viele Länder von den geplanten Zöllen ausgenommen werden könnten. Er bestätigte auch, dass Abgaben für Sektoren wie die Pharma- und Automobilindustrie in Zukunft weiterhin gelten werden, was darauf hindeutet, dass diese nicht in das Anfang April umzusetzende Paket einbezogen werden.
Charlie Ripley, Senior Investment Strategist bei Allianz Investment Management, bemerkte, dass "die Marktbedingungen sich deutlich verbessern, da die Sorgen im Zusammenhang mit den Zöllen etwas nachlassen. Aus Risiko-Perspektive war die Eskalation oder Vergeltung immer ein Problem, aber wenn die Administration eine gezieltere und taktischere Strategie bei der Umsetzung von Zöllen verfolgt, wird das Risiko eines umfassenden Handelskriegs verringert." Er fügte hinzu, dass "wir dies als potenziellen Wachstumsimpuls in den USA betrachten, wenn die gegenseitigen Zölle in einer abgeschwächten Form kommen."
Wirtschaftsdaten stützen Optimismus
Am Montag veröffentlichte Wirtschaftsdaten trugen ebenfalls zur Verbesserung der Stimmung bei. Der PMI Composite Index in den Vereinigten Staaten, zusammengestellt von S&P Global, stieg im März auf 53,5 Punkte von 50,4 Punkten im Februar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die einen Anstieg auf 51,5 Punkte prognostiziert hatten.
Besonders beeindruckend schnitt der Dienstleistungssektor ab, wo der PMI-Index auf 54,3 Punkte stieg, verglichen mit zuvor 51 Punkten, während Ökonomen lediglich einen leichten Anstieg auf 51,2 Punkte erwarteten. Das einzige beunruhigende Signal kam aus der Industrie, wo der PMI-Index unter die Grenze von 50 Punkten fiel, die Wachstum von Schrumpfung im Sektor trennt, und 49,8 Punkte erreichte, verglichen mit 52,7 Punkten im Vormonat und prognostizierten 51,9 Punkten.
Auch der Rohstoffmarkt zeigte positive Stimmung. Die WTI-Ölkontrakte zur Lieferung im April stiegen um 1,30 Prozent und erreichten einen Preis von 69 USD pro Barrel. Ähnlich verhielten sich die Aprilkontrakte für Brent-Öl, die um 1,26 Prozent auf 73 USD pro Barrel stiegen.