Papst Franziskus kritisiert Trumps Abschiebungspläne scharf
Papst Franziskus hat die Pläne von Donald Trump zur Abschiebung von Einwanderern aus den USA kritisiert und sie als ein "Unglück" bezeichnet. Er betonte zudem, dass die Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts in der Zwei-Staaten-Lösung liegt. Außerdem kündigte er die Ernennung einer Frau zur Gouverneurin des Staates Vatikanstadt an.
Donald Trump wird am Montag das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten übernehmen. Seit vielen Monaten, auch kurz vor seiner Vereidigung, hat er mehrfach betont, dass er die größte Abschiebungsoperation in der Geschichte des Landes starten will. Sein Ziel ist es, die südliche Grenze zu Mexiko zu schließen und Einwanderer sowie Straftäter, darunter Kartelle und Straßenbanden, auszuweisen.
In einem Interview mit dem Fernsehsender Nove äußerte Papst Franziskus seine Besorgnis über die Pläne des designierten Präsidenten Donald Trump, illegale Einwanderer aus den USA abzuschieben.
Wenn das wahr ist, wird es ein Unglück sein, denn es zwingt die unglücklichen Armen, die nichts haben, die Rechnung für das Ungleichgewicht zu bezahlen, zitiert die Polnische Presseagentur den Papst. - So löst man das nicht - fügte er hinzu.
Im Gespräch nahm der Papst auch Stellung zum israelisch-palästinensischen Konflikt und betonte, dass die Zwei-Staaten-Lösung die einzige Lösung sei. - Manche zeigen Bereitschaft, andere nicht. Wir müssen mit sanfter Rhetorik überzeugen, zitierte die PAP Papst Franziskus. Er fügte hinzu, dass Frieden Mut erfordert und oft mit gewissen Verlusten verbunden ist, aber größere Vorteile bringt.
Papst Franziskus sprach auch das Thema Holocaust an und äußerte "Mitleid und Scham" über das, was geschehen ist. - Es war eine menschliche Schande und ein menschliches Leid - sagte er. Im Kontext der modernen Herausforderungen kündigte der Papst an, Schwester Raffaella Petrini zur Gouverneurin des Staates Vatikanstadt zu ernennen, was ein historisches Ereignis sein wird. Es ist das wichtigste Amt im Vatikan, das das Land im Namen des Papstes verwaltet.
Während des Interviews betonte der Papst auch die Bedeutung von Nähe und Respekt gegenüber allen Menschen, einschließlich Transgender-Personen. - Das entscheidende Wort ist Nähe, Nähe zu allen, wirklich allen - betonte er.
Zum Ende des Gesprächs teilte Papst Franziskus eine Anekdote aus dem Moment, als er von den Kardinälen zum Papst gewählt wurde. - Sie sind verrückt, aber es soll geschehen, wie Gott will - erinnerte er sich an seinen ersten Gedanken nach der Wahl. Er erzählte auch von einem Missgeschick direkt nach dem Konklave. - Das war der erste Stolperer des Papstes - zitiert die Polnische Presseagentur Papst Franziskus.