NachrichtenRupert Murdoch scheitert mit dem Plan zur Machtübergabe an seinen Sohn Lachlan

Rupert Murdoch scheitert mit dem Plan zur Machtübergabe an seinen Sohn Lachlan

Rupert Murdoch wollte Änderungen im Familientreuhandfonds herbeiführen, um die Kontrolle über sein Medienimperium in den Händen seines Sohnes Lachlan zu konsolidieren, berichtete die "New York Times". Der Kommissar des Staates Nevada lehnte jedoch den Antrag des Milliardärs ab.

Lachlan und Rupert Murdoch. Foto von 2018.
Lachlan und Rupert Murdoch. Foto von 2018.
Bildquelle: © Getty Images | 2018 Jean Catuffe

Rupert Murdoch und sein ältester Sohn Lachlan handelten "in bösem Glauben", bewertete Kommissar Edmund Gorman. Der 53-jährige Lachlan ist Chef von Fox News, Fox Corp und News Corp, die unter anderem das britische Boulevardblatt "The Sun" herausgibt.

Derzeit sieht der Trust, also das Dokument zur Übertragung des Vermögens, vor, dass das Medienimperium des 93-jährigen Rupert Murdoch nach seinem Tod gleichmäßig unter seinen vier Kindern - Lachlan, James, Elisabeth und Prudence - aufgeteilt wird.

Der Milliardär wollte jedoch eine Änderung vornehmen und die Position seines ältesten Sohnes Lachlan stärken. Laut "NYT" könnte der Rest der Geschwister auf diese Weise nicht in die Entscheidungen eingreifen, die von Lachlan getroffen werden, der politisch stärker engagiert ist und konservative Ansichten hat.

Kampf um Einfluss

Reuters betont, dass laut Kommissar Gorman der von Rupert Murdoch vorbereitete Plan eine "sorgfältig vorbereitete Farce" war, die darauf abzielte, "die führenden Rollen von Lachlan Murdoch" im Imperium dauerhaft zu festigen, "unabhängig von dem Einfluss, den eine solche Kontrolle auf die Unternehmen oder die Begünstigten" des Familientrusts hätte.

Die Entscheidung des Kommissars muss noch gerichtlich bestätigt werden, aber der Anwalt des Milliardärs hat bereits angekündigt, Berufung einzulegen.

Das Vermögen von Rupert Murdoch wird auf 11 Milliarden Euro geschätzt. Er ist Eigentümer unter anderem des Fernsehsenders Fox und der Zeitung "Wall Street Journal" sowie des Boulevardblatts "New York Post".

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