TechnikRussland stoppt Sprengstoff in Drohnenbrillen: Gefahr gebannt

Russland stoppt Sprengstoff in Drohnenbrillen: Gefahr gebannt

Die russischen Ermittler suchen nach Personen, die mit dem Versand von FPV-Drohnenbrillen in Verbindung stehen, die angeblich mit Sprengstoff gefüllt sind, berichtet The War Zone. Diese Verschwörung erinnert an den Vorfall mit der libanesischen Hisbollah, bei dem explosive Pager verschickt wurden und deren Zündung vor der Aktivierung vereitelt werden sollte.

Sprengstoffe aus angeblich modifizierten Skibrillen
Sprengstoffe aus angeblich modifizierten Skibrillen
Bildquelle: © razved_dozor, Telegram
Bearb. KMO

Laut russischen Quellen sollen die Skyzone Cobra FPV-Brillen, die angeblich von Saboteuren modifiziert wurden, zwischen 10 und 15 Gramm Sprengstoff enthalten haben. Eine Detonation sollte durch das Drücken des Netzschalters ausgelöst werden, was verheerende Folgen gehabt hätte. Es wird berichtet, dass die Brillen bei der Kontrolle von Paketen mit humanitärer Hilfe entdeckt wurden. Diese Pakete wurden von Freiwilligen gesendet, die angeblich nichts von den "Modifikationen" wussten und deren Verpackungen sichtbare Manipulationsspuren aufwiesen.

Explosive Brillen in Russland

Es bleibt unklar, wie viele solcher "modifizierten" Brillen verschickt wurden, wie The War Zone berichtet. Auch ist nicht bekannt, ob diese Geräte in die Hände russischer Soldaten gelangt sind, die häufig FPV-Drohnen nutzen. Sollte dies der Fall sein, könnte dies katastrophale Auswirkungen haben. Im September 2024 wurde die libanesische Hisbollah auf einen ähnlichen Vorfall aufmerksam. In ihrem Fall handelte es sich jedoch um explosive Pager, deren Explosion durch eine empfangene Nachricht ausgelöst wurde.

Im Krieg in der Ukraine haben FPV-Drohnen (First Person View) eine wichtige Rolle gespielt und werden von beiden Konfliktparteien eingesetzt. Diese kleinen, kostengünstigen, ferngesteuerten Geräte, ursprünglich für Rennen und Freizeitaktivitäten entwickelt, wurden in militärische Werkzeuge umgewandelt. Sie dienen unter anderem zur Beobachtung des Schlachtfelds und des Gegners sowie zum Transport kleiner Sprengladungen. In dieser Funktion stellen sie eine erhebliche Bedrohung für das Personal und die militärische Ausrüstung dar.

FPV-Drohnenpiloten nutzen oft VR-Brillen, um das Echtzeitbild der Drohnenkamera direkt zu sehen. Diese ermöglichen es dem Piloten, sich so zu fühlen, als ob er selbst an Bord der Drohne wäre, was eine präzise Steuerung und bessere Orientierung im Gelände unterstützt. Diese Perspektive ist besonders nützlich bei komplizierten Manövern, Flügen in geringer Höhe und präzisen Angriffen.

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