US‑Regierung kämpft um Rückkehr entlassener Nuklear-Experten
Die US-Regierung bemüht sich, die in der vergangenen Woche entlassenen Mitarbeiter, die für die nukleare Sicherheit zuständig sind, wieder einzustellen. Das Problem besteht darin, dass vielen von ihnen der Zugang zu ihren dienstlichen Konten gesperrt wurde, sodass man sie nicht kontaktieren kann, berichtet die BBC.
Die Nationale Behörde für Nukleare Sicherheit (NNSA), die für die nukleare Sicherheit in den USA verantwortlich ist, steht im Mittelpunkt der Kontroversen. In der vergangenen Woche wurden Hunderte von Mitarbeitern dieser Institution entlassen, und jetzt versucht die Trump-Administration, einige von ihnen wieder an die Arbeit zu bringen.
Laut US-Medienberichten wurden über 300 Personen aus der NNSA entlassen, aber der Sprecher des Energieministeriums bestreitet diese Zahlen und behauptet, die Kürzungen hätten "weniger als 50 Personen" betroffen.
Nun zeigt sich, dass einige der Entlassenen bereits Informationen über die Annullierung der Kündigungsentscheidung erhalten haben. Das Problem ist jedoch, dass die Regierung keinen Kontakt zu ihnen hat, da ihnen der Zugang zu den föderalen E-Mail-Konten gesperrt wurde. Die Behörden bitten die derzeitigen Mitarbeiter, bei der Kontaktaufnahme mit den zuvor entlassenen Mitarbeitern zu helfen, wie berichtet wird.
10.000 Entlassungen und weitere Kürzungen am Horizont
Die BBC berichtet, dass die Entlassungen bei der NNSA nur ein Teil eines umfangreichen Stellenabbaus in der föderalen Verwaltung sind. Laut Medienberichten haben sich in der vergangenen Woche fast 10.000 Personen von ihrer Arbeit verabschiedet. Hinzu kommen 75.000 Mitarbeiter, die sich im Herbst im Rahmen eines Sparprogramms freiwillig zum Austritt entschlossen haben.
Die Behörden haben außerdem die Entlassung nahezu aller Mitarbeiter in der Probezeit angeordnet, das heißt jener, die weniger als ein Jahr in der Verwaltung sind und noch keinen Kündigungsschutz haben. Dies könnte sich auf Hunderttausende von Menschen auswirken.
Die Trump-Administration hat weitere Sparmaßnahmen angekündigt, darunter die Abschaffung des Bildungsministeriums.
Musk hilft bei den Kürzungen
Elon Musk unterstützt Donald Trump bei der Umsetzung der Sparpläne. Der Milliardär leitet ein Analystenteam, das die Situation in verschiedenen Regierungsbehörden bewertet. Diese Gruppe agiert unter dem Namen Department of Government Efficiency (DOGE).
Musk und sein Team sollen bewerten, welche Abteilungen und Positionen reduziert werden können. Ihr Vorgehen stößt auf Kontroversen, und Kritiker weisen auf mangelnde Transparenz der Maßnahmen und potenzielle Gefahren für die Staatssicherheit hin.
Die massiven Entlassungen haben eine regelrechte Prozesslawine ausgelöst. Seit Trumps Amtsantritt sind bereits über 60 Klagen gegen die US-Regierung wegen der durchgeführten Stellenabbauten bei den Gerichten eingegangen.