TechnikEstland rüstet auf: 600 neue Bunker gegen Russland geplant

Estland rüstet auf: 600 neue Bunker gegen Russland geplant

Estland plant den Bau von 600 Bunkern entlang der Grenze zu Russland, um sich vor Drohnen- und Artillerieangriffen zu schützen. Die ersten Bauwerke sollen bis zum Herbst fertiggestellt sein.

Bunker - symbolisches Foto
Bunker - symbolisches Foto
Bildquelle: © Unsplash

Estland bereitet den Bau von Befestigungen entlang seiner Grenze zu Russland vor, der noch in diesem Jahr beginnen soll. Laut dem estnischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk ERR wollen die estnischen Streitkräfte bis zum Frühsommer eines von zwei Bunker-Modellen auswählen, die im vergangenen Jahr getestet wurden. Der Bau soll innerhalb von sechs Monaten beginnen, und die ersten 14 Bunker sollen bis zum Herbst in Nordost-Estland fertiggestellt werden. Vier zusätzliche Bunker werden an der südöstlichen Grenze gebaut.

Spezielle Sicherungen in Bunkern gegen Drohnenangriffe

Den Informationen zufolge wurden die Bunker unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus dem Krieg in der Ukraine entworfen. Sie sind speziell darauf ausgelegt, direkten Treffern von Artilleriegeschossen des Kalibers 152 mm standzuhalten. Obwohl sie nicht direkt auf Drohnenangriffe getestet wurden, sorgt die in den Tests verwendete Menge an Sprengstoff dafür, dass sie auch solchen Bedrohungen widerstehen können.

„Beim Bau der Bunker berücksichtigen wir die Erfahrungen in der Ukraine, wo spezielle Netze und Maßnahmen gegen Drohnen eingesetzt werden, damit eine Drohne den Bunker nicht direkt treffen kann", erklärte Ainar Afanasyev, Leiter der Ingenieurabteilung im Stab der Streitkräfte, zitiert von ERR.

Verteidigungspläne Estlands beinhalten auch die Installation von Barrieren

Die Bunkeranlagen sind nur ein Teil eines größeren Verteidigungsnetzes. Die Pläne umfassen auch die Errichtung von Panzerbarrieren und die Schaffung von Feuerstellungen. Einige Elemente der Verteidigungszone werden nur in Krisensituationen implementiert. Insgesamt plant Estland, etwa 600 Bunker entlang seiner östlichen Grenze zu Russland zu errichten.

Die meisten Bauten werden auf staatlichem Land stattfinden, obwohl auch einige private Grundstücke genutzt werden. Beamte betonen, dass ein Ankauf von privatem Land nicht erforderlich ist; es reicht aus, die Nutzungsrechte zu sichern, da jeder Bunker nur etwa 50 Quadratmeter Platz benötigt.

Am 21. März kündigte das estnische Verteidigungsministerium an, dass die Ukraine offiziell eine Liste mit Wehrbedarfen im Wert von 100 Millionen Euro vorgelegt hat, die von estnischen Rüstungsunternehmen gekauft werden sollen.

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