NachrichtenKanadische Geschäfte boykottieren US-Produkte wegen Trump-Politik

Kanadische Geschäfte boykottieren US‑Produkte wegen Trump-Politik

Kanadische Geschäfte verzichten zunehmend auf amerikanische Waren, was eine Folge der Politik von Donald Trump ist. Der Trend „Kauf kanadisch“ gewinnt an Popularität und beeinflusst den Handel zwischen den Ländern.

Kanada verzichtet auf amerikanische Produkte.
Kanada verzichtet auf amerikanische Produkte.
Bildquelle: © Getty Images | VCG

Was musst du wissen?

  • Kanadische Geschäfte verzichten auf amerikanische Waren: Als Antwort auf die Politik von Donald Trump entscheiden sich kanadische Handelsketten zunehmend für lokale Produkte.
  • Trend „Kauf kanadisch“: Dieser gewinnt an Popularität und löst Besorgnis bei amerikanischen Firmen aus, die nach Kanada exportieren.
  • Einfluss auf amerikanische Unternehmen: Firmen wie Parasol Co und Brown-Forman spüren die Auswirkungen der veränderten Konsumentenstimmung in Kanada.

Beschämende Folgen der Trump-Politik

Kanadische Geschäfte verzichten als Antwort auf die Politik von Donald Trump zunehmend auf amerikanische Waren. Der Trend „Kauf kanadisch“ gewinnt an Popularität, was bei amerikanischen Firmen Besorgnis auslöst. Jessica Hung, Präsidentin von Parasol Co, berichtete, dass ein Distributor aufgrund des „steigenden antiamerikanischen Sentiments“ darauf verzichtet hat, ihre Produkte in kanadische Geschäfte einzuführen.

Diese Veränderungen betreffen auch andere Branchen. Brown-Forman, der Produzent von Jack Daniel's Whiskey, bezeichnete die Entfernung des amerikanischen Bourbons aus Läden in Kanada als schlimmer als die kanadischen Vergeltungszölle. Ähnliche Probleme melden Unternehmen, die Zitrusfrüchte aus Kalifornien exportieren; sie verzeichnen die Stornierung von Aufträgen durch kanadische Handelsketten.

Kanadische Geschäfte ändern Lieferanten

Änderungen in den Regalen kanadischer Läden sind eine Folge der Politik von Donald Trump, der 25-prozentige Zölle auf Stahl und Aluminium verhängte und mit weiteren Zöllen auf andere Produkte drohte. Daniel Bukowski von GT's Living Foods bemerkte, dass kanadische Einzelhändler, darunter Walmart, aufgrund von Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Zöllen weniger Produkte bestellen.

Kanadier wählen zunehmend lokale Produkte, was die Entscheidungen amerikanischer Firmen zur Expansion nach Norden beeinflusst. Mark Crames, CEO von Demeter Fragrances, stellte fest, dass sich Kanadier von amerikanischen Produkten abgewendet haben, was sein Unternehmen dazu veranlasste, von Expansionsplänen abzusehen.

Deutliche Reaktion in Kanada

Die Veränderungen im Handel zwischen den USA und Kanada sind erheblich, wenn man bedenkt, dass Kanada im Jahr 2024 aus den USA Waren im Wert von fast 350 Milliarden Dollar (324 Milliarden Euro) importierte. Mark Carney, Chef der kanadischen Regierung, warnte vor schwierigen Zeiten und erklärte, dass die frühere Beziehung zu den Vereinigten Staaten beendet sei.

Die neue Handelssituation ist das Ergebnis von Kommentaren von Donald Trump bezüglich der Angliederung Kanadas an die USA sowie der Verhängung von Zöllen auf importierte Produkte. Als Reaktion darauf meiden kanadische Konsumenten zunehmend Produkte „Made in USA“, was die Handelsbeziehungen zwischen den Ländern beeinflusst.

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