NachrichtenTrump-begnadigter Drogendealer Jonathan Braun erneut verhaftet

Trump-begnadigter Drogendealer Jonathan Braun erneut verhaftet

Jonathan Braun, ein rechtskräftig verurteilter Drogendealer, dessen Strafe 2021 von Donald Trump gemildert wurde, ist erneut verhaftet worden. Es ist das vierte Mal seit der Begnadigung durch den ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Trump begnadigte den Banditen. Dieser griff einen Jungen an.
Trump begnadigte den Banditen. Dieser griff einen Jungen an.
Bildquelle: © Getty Images | Al Drago

Der 41-jährige Jonathan Braun aus Long Island im Bundesstaat New York wurde wegen Körperverletzung, Gefährdung eines Kindes und Verletzung eines Kindes unter 7 Jahren angeklagt. Laut Gerichtsdokumenten, die der HuffPost vorliegen, soll Braun einem Bekannten ins Gesicht geschlagen und anschließend dessen 3-jährigen Sohn zu Boden gestoßen haben. Der Junge erlitt einen „roten Fleck auf dem Rücken und erhebliche Schmerzen“.

Donald Trump begnadigte ihn. Er hat eine umfangreiche Akte

Brauns rechtliche Probleme gehen zurück bis ins Jahr 2010, als bundesstaatliche Staatsanwälte ihn wegen Drogendelikten anklagten. 2011 gestand er den Import von Marihuana und Geldwäsche. Daraufhin wurde er zu 10 Jahren Bundesgefängnis verurteilt.

Im Februar 2022 wurde Braun zu einer Geldstrafe von 20 Millionen US-Dollar verurteilt, nachdem ihn die Federal Trade Commission (FTC) wegen „räuberischer Kreditpraktiken“ verklagt hatte. Die Behörde erklärte, dass seine Kreditfirma illegal Geld von den Konten ihrer Kunden abgezogen und ihnen manchmal mit körperlicher Gewalt gedroht hat, um die Rückzahlung zu erzwingen. „Die Beweise zeigen auch, dass Herr Braun nicht nur persönlich an diesem illegalen Vorgehen teilgenommen hat, sondern es mit Freude tat, mit wenig Reuegefühl“, schrieb die FTC.

Im August desselben Jahres wurde Braun in Nassau County, New York, wegen dreier Fälle von Körperverletzung angeklagt. Laut der Associated Press soll er seine Frau und ihren 75-jährigen Vater in ihrem Haus in Atlantic Beach angegriffen haben. Im selben Monat wurde er auch wegen geringfügigen Diebstahls angeklagt, weil er Mautgebühren im Wert von 160 US-Dollar vermieden hatte, indem er Sportwagen ohne Kennzeichen durch E-Z Pass-Mautstationen fuhr.

Brauns Probleme endeten damit jedoch nicht. Im Februar dieses Jahres beschuldigte ihn eine im Haus beschäftigte Nanny der sexuellen Belästigung. Einen Monat später wurde er verhaftet, nachdem er einer Krankenschwester angeblich mit metallenen Infusionsständern gedroht hatte.

Der Anwalt, der Braun vertritt, reagierte nicht auf die Anfrage der HuffPost um Stellungnahme. Laut der „Times“ wurde Braun gegen Kaution freigelassen.

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