NachrichtenTrumps Einfluss: Republikaner verlieren Vertrauen in Verbündete

Trumps Einfluss: Republikaner verlieren Vertrauen in Verbündete

Unter dem Einfluss der Rhetorik von Donald Trump verlieren die Amerikaner, insbesondere die Republikaner, an Sympathie für die Verbündeten der USA. Gleichzeitig, wie aus einer Umfrage hervorgeht, wächst das Vertrauen der US-Bürger in die Russen.

Donald Trump beeinflusst die Sympathien der Amerikaner
Donald Trump beeinflusst die Sympathien der Amerikaner
Bildquelle: © PAP | PAP/EPA/ALEXANDER DRAGO / POOL

Was müssen Sie wissen?

  • Änderung im Denken über Verbündete: Unter dem Einfluss der Rhetorik von Donald Trump beginnen die Amerikaner, insbesondere die Anhänger der Republikaner, traditionelle Verbündete der USA wie die Europäische Union und Kanada als weniger freundlich wahrzunehmen.
  • Wachsendes Vertrauen zu Russland: Unter den Republikanern nimmt die Zahl derjenigen ab, die Russland als Feind betrachten, was einen entgegengesetzten Trend im Vergleich zu früheren Jahren darstellt.
  • Änderungen in Europa: Auch die Wahrnehmung Amerikas in Europa ändert sich, mit abnehmender Sympathie in den westeuropäischen Ländern, insbesondere in Dänemark.

Amerikanische Sympathien verändern sich drastisch

Dem Wochenmagazin "The Economist" zufolge und basierend auf einer Umfrage des YouGov-Instituts beeinflusst die Rhetorik von Donald Trump die Wahrnehmung der US-Verbündeten durch die Amerikaner. "Es ist nicht überraschend, dass sich seit Trumps Amtsantritt in Amerika die Meinungen der Republikaner drastisch geändert haben", stellt "The Economist" fest. Vor den Präsidentschaftswahlen in den USA betrachteten nur 12 Prozent der Republikaner Kanada als "unfreundliches" oder "feindliches" Land; jetzt ist dieser Prozentsatz auf 27 Prozent gestiegen.

Änderungen in der Wahrnehmung Russlands sind ebenso bedeutend. Nach dem Überfall auf die Ukraine betrachteten etwa 85 Prozent der Republikaner Russland als "unfreundlich" oder "feindlich". Derzeit sind es 72 Prozent der Befragten. "In nur wenigen Monaten schaffte es Trump, Uneinigkeit dort zu säen, wo zuvor Freundschaft war", fasst "The Economist" zusammen.

Veränderungen in der Wahrnehmung der USA

Auch die Wahrnehmung Amerikas in Europa unterliegt einem Wandel. Im August 2024 hatten die Hälfte der Befragten in sieben Ländern Westeuropas eine positive Sicht auf die Vereinigten Staaten.

Jetzt sinkt dieser Prozentsatz, insbesondere in Dänemark, wo er von 48 auf 20 Prozent fiel. "Ohne Zweifel aufgrund der wiederholten Drohungen Trumps hinsichtlich der Übernahme Grönlands, das ein autonomes Gebiet Dänemarks ist", erinnert die Wochenzeitung.

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