Ukraine drängt in Belgorod vor: Konfliktzone weitet sich aus
Die ukrainische Offensive im Gebiet Belgorod dauert nun schon eine Woche an, berichtet BBC News unter Berufung auf Daten von Militärexperten.
Offizielle Informationen sind spärlich. Das russische Verteidigungsministerium meldete bereits am 18. März einen Versuch des Einmarschs ukrainischer Einheiten in Richtung der Dörfer Demidowka und Prilissia. Laut den russischen Behörden führten etwa 200 ukrainische Soldaten den Angriff durch. Die Russen behaupten jedoch, diesen Angriff abgewehrt zu haben.
Die Lage in der Region bleibt instabil. Der Gouverneur des Gebiets Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, verkündete die Evakuierung der Einwohner der Grenzgebiete und beschrieb die Situation als "sehr schwierig".
DeepState: "Grauzone" auf russischem Territorium
Militärexperten weisen darauf hin, dass die ukrainische Armee weiterhin in der Region agiert und um die Kontrolle über zwei russische Ortschaften kämpft. Experten des ukrainischen Portals DeepState berichten, dass die "Grauzone" auf russischem Territorium etwa 13 Quadratkilometer umfasst.
"Der Feind versucht, die Grenze im Gebiet Sumy (in der Nähe von Basówka und Wolodymyriwka) zu durchbrechen, um eine Sicherheitszone zu schaffen. Daher agieren die ukrainischen Verteidigungskräfte symmetrisch, um zu verhindern, dass die Initiative auf die gegnerische Seite übergeht", teilte das Portal auf Telegram mit.
Das Institut für Kriegsstudien berichtete hingegen, dass ukrainische Kräfte in das Dorf Demidowka eingedrungen sind, was durch geolokative Aufzeichnungen bestätigt wurde, zitiert BBC.
Die Situation im Gebiet Belgorod
Die ukrainische Offensive zielt darauf ab, den Druck der russischen Streitkräfte auf ukrainische Positionen im benachbarten Gebiet Kursk zu verringern. Der Analyst Kostiantyn Maszowiec bemerkte im Gespräch mit BBC News, dass das russische Kommando zusätzliche Kräfte in das Gebiet Belgorod verlegt, was ihre Positionen in anderen Regionen schwächen könnte.
BBC News betont, dass die ukrainischen Kräfte hauptsächlich mit Artillerie und Drohnen agieren, um die russische Logistik und Infrastruktur anzugreifen.