NachrichtenAmazon in Gesprächen: Mögliche TikTok-Übernahme ohne Algorithmus

Amazon in Gesprächen: Mögliche TikTok-Übernahme ohne Algorithmus

Die Trump-Administration prüft die Möglichkeit, TikTok zu verkaufen, wobei der Algorithmus bei ByteDance verbleiben würde. In den letzten Tagen ist überraschend ein Vorschlag aufgetaucht, dass Amazon den Dienst übernehmen könnte, berichtet die "Washington Post".

Chef von Amazon, Jeff Bezos. Der Handelsgigant unterbreitet ein Kaufangebot für TikTok.
Chef von Amazon, Jeff Bezos. Der Handelsgigant unterbreitet ein Kaufangebot für TikTok.
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Die Regierung von Präsident Donald Trump erwägt verschiedene Optionen für die Zukunft von TikTok, darunter auch den Verkauf der App. Dabei soll der Algorithmus bei der chinesischen Firma ByteDance verbleiben. Laut "Washington Post" könnte ByteDance den Algorithmus an ein neues Unternehmen vermieten, das TikTok in den USA betreiben würde.

Amazon interessiert sich für den Kauf von TikTok

Der Vorschlag, den Algorithmus bei ByteDance zu belassen, ruft Besorgnis bei Politikern hervor. Sie befürchten, dass China weiterhin Einfluss auf die amerikanischen TikTok-Nutzer haben könnte. Der TikTok-Algorithmus steht im Mittelpunkt der Diskussionen über nationale Sicherheit, da er potenziell für Propaganda genutzt werden könnte.

Am Mittwoch wird Trump sich mit wichtigen Beamten treffen, um mögliche Lösungen zu diskutieren. Zu den Teilnehmern gehören unter anderem Vizepräsident J.D. Vance und Handelsminister Howard Lutnick. Eine Entscheidung über die Zukunft von TikTok soll vor der bis Samstag verschobenen Frist für das Verbot des Betriebs des Dienstes in den USA getroffen werden. Bis zum 4. April muss TikTok einer Übernahme durch ein amerikanisches Unternehmen zustimmen, um einen Rückzug vom US-Markt zu vermeiden.

Das Weiße Haus überwacht die TikTok-Angelegenheit

Wie die "New York Times" berichtet, hat Amazon ein Übernahmeangebot für TikTok gemacht mittels eines direkten Briefes an Vizepräsident J.D. Vance und Handelsminister Howard Lutnick, die das Thema beaufsichtigen. Der Vorschlag soll in den letzten Tagen eingegangen sein.

Dennoch wird laut "Washington Post" dieses Angebot vom Weißen Haus nicht ernsthaft in Betracht gezogen. Auch andere Investoren außer Amazon, darunter der Investmentfonds Blackstone und das IT-Unternehmen Oracle, haben Interesse am Erwerb von TikTok bekundet. In den Medienberichten wurden auch andere potenzielle Käufer erwähnt, darunter der Milliardär Frank McCourt, ein kanadischer Investor bekannt aus der Reality-Show "Shark Tank", oder Trump nahestehende Investoren aus dem Silicon Valley vom Fonds Andreessen Horowitz.

ByteDance, das zu 60 % im Besitz institutioneller Investoren ist, könnte einen größeren Anteil an westliche Investoren verkaufen. Ein Grund für die erzwungenen Änderungen bei TikTok ist die Möglichkeit, dass die VR China sensible Daten von amerikanischen Nutzern sammelt. Bisher haben weder ByteDance noch die chinesische Regierung - die den TikTok-Algorithmus mit einem Exportverbot belegt hat - klar festgelegt, ob sie einem Abkommen zustimmen würden.

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