NachrichtenDrohnenangriff auf Tschernobyl: Brandschutzmaßnahmen greifen

Drohnenangriff auf Tschernobyl: Brandschutzmaßnahmen greifen

Rettungskräfte des staatlichen Notfalldienstes der Ukraine (DSNS) beseitigen die Folgen eines Drohnenangriffs auf das Kernkraftwerk Tschernobyl. Derzeit werden drei kleinere Brände auf dem Dach des Sarkophags über dem 1986 zerstörten Reaktor gelöscht, wie das Innenministerium in Kiew am Montag mitteilte. Die Strahlung auf dem Gelände des Kraftwerks überschreitet nicht die zulässigen Werte, wurde in der Mitteilung ergänzt.

Arbeiten am Dach des Sarkophags in Tschernobyl
Arbeiten am Dach des Sarkophags in Tschernobyl
Bildquelle: © Telegram | DSNS

Rettungskräfte des DSNS arbeiten intensiv an der Bewältigung der Folgen des russischen Drohnenangriffs auf das Kraftwerk in Tschernobyl. Auf dem Dach des Sarkophags über dem 1986 zerstörten Reaktor sind drei kleinere Brände ausgebrochen.

Situation unter Kontrolle

Das Innenministerium der Ukraine informierte darüber, dass drei Klettergruppen die Strukturen des Schutzbaus teilweise geöffnet haben und die Brandherde im wärmedämmenden Material auf dem Dach löschen. Die Situation und die Luftqualität werden mittels Drohnen mit Wärmebildkameras überwacht. Das Ministerium versichert, dass die Strahlung auf dem Gebiet des Kraftwerks die zulässigen Werte nicht überschreitet.

Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, erklärte, dass eine russische Angriffsdrohne den Sarkophag über dem Reaktor in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar getroffen habe. Der neue Sarkophag, der 2019 in Betrieb genommen wurde, kostete 1,5 Milliarden Euro und wurde von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung mitfinanziert.

Die Katastrophe von Tschernobyl ereignete sich am 26. April 1986, als die Explosion des vierten Reaktors zur Kontamination von Teilen der Ukraine und Weißrusslands führte. Radioaktive Substanzen erreichten auch Skandinavien, Mitteleuropa, einschließlich Deutschlands, sowie den Süden des Kontinents.

Die Arbeiten am neuen Sarkophag wurden 2016 abgeschlossen, und am Projekt waren 10.000 Arbeiter aus über 30 Ländern beteiligt. Derzeit ist die Situation in Tschernobyl unter Kontrolle, und die Maßnahmen der Rettungskräfte zielen darauf ab, Sicherheit zu gewährleisten und die Folgen des Angriffs zu minimieren.

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