Putin lobt Trump, kritisiert Biden: Spannungen zwischen USA und Russland
Wladimir Putin lobte den designierten US-Präsidenten Donald Trump. Der russische Präsident bezeichnete den zukünftigen Bewohner des Weißen Hauses als "intelligent und erfahren". Ganz andere Worte fand er hingegen für den amtierenden Präsidenten Joe Biden.
Viele Informationen, die von russischen Medien und Regierungsvertretern verbreitet werden, sind wahrscheinlich nicht wahr. Solche Berichte könnten Teil der Informationskriegsführung der Russischen Föderation sein.
Wladimir Putin ist zu Besuch in Kasachstan. Im Gespräch mit Journalisten kritisierte er den US-Präsidenten Joe Biden dafür, der kommenden Trump-Administration „zusätzliche Schwierigkeiten“ zu bereiten. Er bezog sich dabei auf die vermeintliche Erlaubnis für Raketenangriffe auf russisches Territorium.
Putin drohte mit einem weiteren Einsatz der ballistischen Rakete "Oreschik". Plötzlich wurde er gefragt, ob die Entscheidung der USA die zukünftigen russisch-amerikanischen Beziehungen beeinflussen könnte.
Putin lobt Trump: "Intelligent, erfahren"
Der russische Präsident erklärte, die Beziehungen zwischen Moskau und Washington könnten sich ändern, wenn Donald Trump an die Macht kommt.
Soweit ich einschätzen kann, ist der neu gewählte Präsident ein intelligenter und bereits recht erfahrener Mensch. Ich denke, er wird eine Lösung finden – sagte Putin über den designierten Präsidenten.
Putin erwähnte auch, dass Trump eine schwere Prüfung durchmachte, als er von einem Attentäter angeschossen wurde. Er kritisierte angeblich "erniedrigende, unbegründete Gerichtsverfahren", denen Trump während der Kampagne "unterzogen" wurde. Erinnern wir uns daran, dass eine Jury in Manhattan Trump in allen 34 Anklagepunkten der Fälschung von Geschäftsdokumenten in einem Strafprozess wegen Zahlungen für Schweigegeld schuldig befand, was ihn zum ersten ehemaligen US-Präsidenten machte, der wegen eines Verbrechens verurteilt wurde.
Putin erklärte auch, dass der derzeitige US-Präsident Joe Biden den Konflikt nur "eskaliert". Er bemerkte dabei offenbar nicht, dass sein eigenes Land einen Nachbarn angegriffen und dessen Gebiete besetzt hat.
Erinnern wir uns daran, dass Donald Trump angekündigt hat, den Krieg in der Ukraine innerhalb eines Tages zu beenden. Er hat jedoch nie erklärt, mit welchen Mitteln er Moskau und Kiew zu einem Waffenstillstand bewegen möchte. Wie wahr Trumps Worte sind, wird sich im Januar zeigen, wenn er offiziell die Führung in den Vereinigten Staaten übernimmt.