Russlands Panzerverlust: Über 10.000 seit Kriegsbeginn zerstört
"Ein neuer Meilenstein erreicht", schreibt das ukrainische Verteidigungsministerium auf X. Gemeint sind die enormen Verluste auf Seiten der Russischen Föderation, die seit Beginn der Invasion im Jahr 2022 inzwischen über 10.000 Panzer verloren hat.
Das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlichte auf der Plattform X die neuesten Berechnungen der Verluste, die die Russische Föderation im Konflikt mit der Ukraine seit 2022 erlitten hat. In der Mitteilung ist zu lesen, dass Russland mehr als 10.000 Panzer verloren hat.
Die von Russland verlorenen Panzer
Es ist unklar, wie viele Panzer Russland vor Beginn der Invasion besaß. Schätzungen zufolge könnte Moskau über 13.500 bis 17.500 Panzer verfügen. Allerdings ist nicht bekannt, wie viele davon im aktiven Dienst waren und wie viele sich in Lagern befanden. Ebenso bleibt unklar, wie die Ukrainer die Daten für ihren Bericht erheben, also welche Schäden ausreichen, um eine Maschine als "verloren" zu qualifizieren. Es ist hervorzuheben, dass sogar stark beschädigte Panzer noch als Teilelieferanten verwendet werden können.
Russland schickt immer älteres Equipment
Angesichts der enormen Verluste überrascht es nicht, dass Russland sich dazu entschließt, auch die ältesten Konstruktionen, die noch im Arsenal der Armee verbleiben, an die Front zu schicken, darunter unter anderem den T-55 (aus den 1940er Jahren des letzten Jahrhunderts). Die Unterstützung von Verbündeten, beispielsweise Nordkorea, spielt ebenfalls eine Rolle bei den Bemühungen, die russischen Kräfte wieder aufzubauen.
Das ukrainische Ministerium geht nicht darauf ein, welche Panzer am häufigsten zerstört werden. Allerdings wird regelmäßig über die Zerstörung weiterer T-90M Proryw berichtet, die modernsten Panzer in Putins Armee. Diese Fahrzeuge sind mit der 125-mm-Kanone 2A46M-5 ausgestattet, die mit modernen Feuerleitsystemen und dem modularen reaktiven Panzer Relikt zusammenarbeitet.
An der Frontlinie sind auch häufig T-72B-Panzer zu finden, die regelmäßig von den Ukrainern zerstört werden. Neben diesen tauchen auch ältere Modelle wie der T-62M, T-62 und T-55 auf. Angesichts ihres Alters und ihres technischen Zustands bieten diese Panzer den Besatzungen keinen ausreichenden Schutz und keine situationsgerechte Wahrnehmung auf dem Schlachtfeld. Ihre schwache Panzerung macht sie nicht nur anfällig für Angriffe schwerer Panzerabwehrwaffen, sondern auch für Angriffe improvisierter Kamikaze-Drohnen.