TechnikBlutige Hinterhalte: Russlands Minenräumgerät-Mangelproblem

Blutige Hinterhalte: Russlands Minenräumgerät-Mangelproblem

Russische Truppen erleiden in der Ukraine Verluste aufgrund fehlender Minenräumgeräte, berichtet Forbes. Dadurch geraten sie in "blutige Hinterhalte".

Uran-6 - Beispielbild
Uran-6 - Beispielbild
Bildquelle: © Wikimedia Commons

Russische Einheiten erleiden schwere Verluste in der Ukraine wegen eines Mangels an Minenräumgeräten. Wie Forbes berichtet, wurden in den letzten Tagen zwei russische Einheiten aufgrund unzureichender Ausrüstung dezimiert. Ukrainische Kräfte schlagen im Gebiet von Torezk wirksam zurück, was es den russischen Kommandeuren erschwert, ihre Truppen voranzubringen.

Fehlende Minenräumgeräte

Russische Kräfte versuchten, in der Nähe von Andrijiwka anzugreifen, doch ihre Aktionen endeten in einer Niederlage. Der Grund war ein "blutiger Hinterhalt", in den die Soldaten aufgrund fehlender Minenräumgeräte gerieten. Trotz eines kompletten Satzes gepanzerter Fahrzeuge war die entscheidende Ausrüstung nicht verfügbar, was ihren Erfolg verhinderte.

Analysten bemerken, dass die ukrainischen Streitkräfte die von russischen Einheiten genutzten Routen vorhersagen und daraufhin Anti-Personen- und Panzerminen auslegen. So gelingt es ihnen, die russischen Truppen wirksam anzugreifen, bevor diese die ukrainischen Stellungen erreichen. Russische Einheiten, die keine Minenräumausrüstung haben, müssen andere, oft vorhersehbarere Routen wählen.

Russische Minenräumgeräte

Im Zusammenhang mit der Ausrüstung, die die Russen zur Minenräumung nutzen, wird hauptsächlich der UR-77 Meteorit eingesetzt. Dieses Fahrzeug wurde zu Zeiten der UdSSR entwickelt und wird noch immer von der Armee der Russischen Föderation genutzt.

Der UR-77 dient dazu, Landminen mithilfe einer verlängerbaren Schlangenladung zu entfernen, die mit Sprengstoff gefüllt ist. Die im Fahrzeug verwendete UZ-67-Ladung kann auf eine Entfernung von etwa 380 Metern abgefeuert werden und ermöglicht das Räumen einer Fläche von etwa 90 x 6 Metern. Eine neuere Ladung, der ZRSz, besteht aus Modulen von etwa 6 Metern Länge und kann eine Fläche von etwa 100 x 6 Metern räumen.

Die Panzerung des Minenräumfahrzeugs UR-77 ist etwa 2 cm dick, und der Antrieb wird von einem Dieselmotor mit einer Leistung von etwa 300 PS bereitgestellt. Er erreicht eine Geschwindigkeit von etwa 60 km/h auf der Straße und etwa 30 km/h im Gelände.

Die Russen nutzen nicht nur UR-77-Fahrzeuge. In ihrem Arsenal befinden sich auch unbemannte Fahrzeuge vom Typ Uran-6, die sich auf einem Kettenantrieb bewegen und zur Minenentschärfung drei verschiedene Minen-Pflüge verwenden, die für Arbeiten in unterschiedlichen Bodenarten geeignet sind.

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