EssenRumford-Suppe: Vom Armeegericht zur Gourmet-Delikatesse

Rumford-Suppe: Vom Armeegericht zur Gourmet-Delikatesse

Die Geschichte wiederholt sich oft, und Gerichte, die einst mit Armut und Not verbunden waren, erlangen heute wieder Beliebtheit und erobern die Herzen der Feinschmecker. So ist es bei der Rumford-Suppe, einem Gericht mit bescheidenen Wurzeln, das heute seine Renaissance erlebt. Diese nahrhafte und sättigende Suppe, einst Gefangenen serviert, wird heute in gehobenen Restaurants angeboten.

Eine solche Suppe aßen die Ärmsten. Heute kehrt sie in die Salons zurück.
Eine solche Suppe aßen die Ärmsten. Heute kehrt sie in die Salons zurück.
Bildquelle: © Adobe Stock | brent Hofacker

Die Rumford-Suppe ist ein Gericht mit einer langen und interessanten Geschichte. Sie bildete einst die Grundlage für die Ernährung von Soldaten und Armen und erlebt heute als günstige, nahrhafte und schmackhafte Mahlzeit eine Wiederbelebung. Ihre Einfachheit und ihr Nährwert machen sie immer häufiger zu einem Gast an heimischen Tischen. Doch wie bereitet man diese äußerst sättigende Suppe zu?

Rumford-Suppe – von der Armeeverpflegung zu heimischen Küchen

Die Rumford-Suppe entstand vor über 200 Jahren durch Benjamin Thompson, bekannt als Graf Rumford. Er war ein Erfinder und sozialer Aktivist, der daran arbeitete, die Lebensbedingungen von Soldaten und Armen zu verbessern. Auf seine Initiative hin wurde ein Rezept für eine günstige, aber sehr nahrhafte Suppe entwickelt, die die notwendigen Nährstoffe liefern und den Hunger stillen sollte. Die Rumford-Suppe war im 19. und 20. Jahrhundert besonders in Mitteleuropa beliebt. Sie wurde in Kasernen, Krankenhäusern, Pflegeheimen und auch in Gefängnissen zubereitet. Obwohl sie früher als schlichtes Essen galt, erlangt sie heute wieder Anerkennung in heimischen Küchen.

Zutaten und Zubereitungsweise der Rumford-Suppe

Die klassische Rumford-Suppe basiert auf einfachen und günstigen Zutaten, die in jeder Speisekammer zu finden sind. Dazu gehören:

                                              

  • 2,5 Liter Brühe (Gemüse- oder Fleischbrühe),
  • 200 g Reis oder Graupen,
  • 400 g Kartoffeln,
  • 1 Dose weiße Bohnen,
  • 5 Karotten,
  • 3 Petersilienwurzeln,
  • 1 Lauch,
  • 1 Sellerie,
  • 3 Lorbeerblätter,
  • 3 Pimentkörner,
  • 3 Esslöffel Butter,
  • Thymian, Salz und Pfeffer nach Geschmack.

Die Zubereitung der Suppe ist äußerst einfach:

          

  1. Zuerst den Reis oder die Graupen für einige Minuten in Butter anbraten, dann mit Wasser ablöschen und kochen, bis die Flüssigkeit vollständig absorbiert ist.
  2. In der Zwischenzeit das Gemüse schälen, in Würfel schneiden und zur Brühe hinzufügen.
  3. Alles mit Gewürzen abschmecken und kochen lassen, bis es weich ist. Zum Schluss die Bohnen hinzufügen und alles gut vermischen.

Warum lohnt es sich, zur Rumford-Suppe zu greifen?

Heute erlebt die Rumford-Suppe eine Renaissance, und die Gründe sind offensichtlich. Sie ist sättigend, reich an Eiweiß und Ballaststoffen und dabei unkompliziert in der Zubereitung. Angesichts steigender Lebensmittelpreise machen ihre Einfachheit und Wirtschaftlichkeit sie sowohl bei Liebhabern traditioneller Küche als auch bei Menschen, die nach günstigen, aber gesunden Mahlzeiten suchen, beliebt. Obwohl sie früher ein Gericht für die Ärmsten war, kann sie heute jeden heimischen Speiseplan bereichern.

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