USA plant Sanktionen gegen Russlands illegale Ölschiffe in Ostsee
Die US-Regierung erwägt die Einführung strenger Sanktionen gegen Russland und zielt dabei auf deren "Schattenflotte" ab. Diese Sanktionen sollen illegale Öltransporte durch die Ostsee betreffen. Diese Information wurde von Fox News unter Berufung auf Quellen im Weißen Haus mitgeteilt.
Die Regierung des US-Präsidenten plant, harte Sanktionen gegen Russland zu verhängen, mit einem besonderen Fokus auf deren "Schattenflotte". Laut Fox News sollen die Sanktionen illegale Öltransporte durch die Ostsee treffen. Quellen zufolge wird das derzeitige Sanktionsniveau als niedrig eingeschätzt, was die "Schattenflotte" zu einem anfälligen Ziel macht.
Quellen von Fox News berichten, dass der US-Präsident Donald Trump von der Haltung des russischen Präsidenten Wladimir Putin enttäuscht ist, da dieser seiner Meinung nach die Verhandlungen über einen Waffenstillstand verzögert.
Trump äußerte seine Unzufriedenheit in einem Gespräch mit NBC News, indem er mit der Einführung von Zöllen auf russisches Öl drohte.
Transport durch die Ostsee
Laut Daten werden bis zu 70 % des illegalen Ölverkaufs in Russland über die "Schattenflotte" abgewickelt.
Trump plant demnächst ein weiteres Telefongespräch mit Putin, um diese Fragen zu erörtern.
Von etwa 600 Schiffen, die russisches Öl durch die Ostsee transportieren, gehört fast die Hälfte zur sogenannten "Schattenflotte", wie der Bericht von Yle zeigt. Die meisten dieser Schiffe sind 15 Jahre alte oder noch ältere Tanker.
Das Zentrum für Energieforschung und saubere Luft (CREA) in Helsinki schätzt, dass Russland in der Zeit von Anfang 2022 bis Mitte 2024, also seit Beginn der russischen Aggression gegen die Ukraine, nahezu 340 Millionen Tonnen Öl oder erdölbasierte Produkte mit einem Wert von über 220 Milliarden Euro durch die Ostsee transportiert hat.
Die wichtigsten russischen Ölterminals befinden sich im östlichen Teil des Finnischen Meerbusens in der Region Sankt Petersburg, in Primorsk und Ust-Luga.
Russische "Schatten-Tanker", die nicht durch westliche Versicherungen gedeckt sind, spielen eine bedeutende Rolle bei der Umgehung der von der G7 gegen den Kreml verhängten Sanktionen.