TechnikVergessene Völker: Die isolierte Kultur in der Sahara vor 7.000 Jahren

Vergessene Völker: Die isolierte Kultur in der Sahara vor 7.000 Jahren

Die neuesten genetischen Forschungen zeigen, dass vor 7.000 Jahren die Sahara die Heimat einer einzigartigen Gruppe von Menschen war. Diese Gemeinschaft lebte isoliert und unterschied sich erheblich von den Menschen im subsaharischen Afrika.

Sie waren Tausende von Jahren isoliert.
Sie waren Tausende von Jahren isoliert.
Bildquelle: © Pixabay
Bearb. JWA

Einst mit Seen und Vegetation bedeckt, ist die Sahara heute unzugänglich und rau. Vor Tausenden von Jahren lebte dort eine geheimnisvolle Gesellschaft von Hirten und ihren Tieren. Genetische Studien, die von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts durchgeführt wurden, belegen, dass die Menschen, die vor 7.000 Jahren in der Sahara lebten, in großer Isolation lebten und ihr Genpool begrenzt war.

Die DNA-Analyse zweier Frauen, die in der Felsunterkunft Takarkori im Südwesten Libyens begraben wurden, ergab, dass sie Gene mit Jägern und Sammlern aus Marokko teilten, die vor 15.000 Jahren lebten. Dies legt nahe, dass es in Nordafrika vor und während der feuchten Phase der Sahara eine stabile menschliche Population gab.

Die Bevölkerung war seit Tausenden von Jahren isoliert

Die Isolation der dortigen Völker dauerte Tausende von Jahren, wodurch sich die genetische Linie der Menschen in der Sahara von denen im subsaharischen Afrika unterschied. Genetische Studien haben gezeigt, dass die Bewohner von Takarkori weniger Neandertaler-DNA im Vergleich zu den marokkanischen Jägern und Sammlern aufwiesen, aber mehr als Populationen aus dem südlichen Afrika. Dies deutet darauf hin, dass es eine Barriere gab, die den Genfluss von Europa auf die Sahara einschränkte.

Studien an Seesedimenten, Pollenproben und archäologischen Funden bestätigen, dass in der heutigen trockenen Wüste einst Menschen lebten, die sich mit Jagd, Viehzucht und Sammeln beschäftigten. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass die Menschen von Takarkori frühe Hirten waren, was sie von den älteren marokkanischen Jägern und Sammlern unterscheidet. Forscher behaupten, dass sich die Viehzucht in der Sahara eher durch kulturellen Austausch als durch Migration verbreitete.

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