Neue Hoffnung für Leben auf Venus: NASA stellt Gleichung vor
Wissenschaftler der NASA haben eine neue Gleichung entwickelt, die dabei helfen könnte, die Chancen auf Leben auf diesem Planeten zu bewerten. Kann die Venus trotz extremer Bedingungen ein Ort sein, an dem Leben überdauert hat?
Auf der Suche nach Leben jenseits der Erde untersuchen Wissenschaftler stets verschiedene Ecken des Sonnensystems. Obwohl der Mars und die Eismonde der Ozean Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ist auch die Venus ein Forschungsobjekt. Ihre Ähnlichkeit zur Erde in Bezug auf Größe und Masse macht sie trotz ihrer unfreundlichen Bedingungen zu einem interessanten Forschungsobjekt.
Wie stehen die Chancen auf Leben auf der Venus?
Auf der jüngsten Lunar and Planetary Science Conference 2025 präsentierten Wissenschaftler die Gleichung des Lebens auf der Venus (VLE), die entwickelt wurde, um die Wahrscheinlichkeit von Leben auf diesem Planeten zu bewerten. Diana Gentry, die Direktorin des Aerobiology Laboratory im NASA Ames Research Center, ist die Hauptautorin dieses Konzepts. VLE ist ähnlich der berühmten Drake-Gleichung ein Werkzeug zur Analyse der Möglichkeit von Leben, konzentriert sich jedoch speziell auf die Venus.
Diese Gleichung basiert auf drei Schlüsselparametern: Origination (Entstehung), Robustness (Robustheit) und Continuity (Kontinuität). Jeder dieser Faktoren bewertet verschiedene Aspekte, die das Vorhandensein von Leben beeinflussen können. Origination bezieht sich auf die Chancen der Entstehung von Leben, Robustness auf die potenzielle Vielfalt der Biosphäre und Continuity darauf, ob lebensfreundliche Bedingungen über lange Zeit aufrechterhalten wurden.
Könnte das Leben auf der Venus überlebt haben?
Die Venus könnte einst lebensfreundliche Bedingungen gehabt haben, die jenen auf der Erde während des späten Hadaikums und frühen Archaikums ähnelten. Zu dieser Zeit könnten Land-Wasser-Interfaces existiert haben, die für das Leben entscheidend sind. "Das führt zu der kontroversen Idee, dass, wenn die Venus jemals einfache Lebensformen beherbergte, diese bis heute in den Wolken des Planeten überlebt haben könnten," erklären die Autoren der Studie.
Im Jahr 2020 hat die Entdeckung von Phosphin in der Atmosphäre der Venus Spekulationen darüber ausgelöst, ob es sich um eine Biosignatur handelt. In etwa 50 km Höhe sind die Bedingungen überraschend gemäßigt, mit Temperaturen und Druckverhältnissen ähnlich denen auf der Erde. Das macht die Venus zu einem interessanten Ort für weitere Forschungen.
Wie geht es weiter mit der Forschung zur Venus?
Obwohl VLE keine eindeutigen Antworten liefert, bildet es eine Grundlage für weitere Untersuchungen und Experimente. "Obwohl wir derzeit durch das Problem n=1 eingeschränkt sind, indem wir das Leben auf der Erde als einzigen konkreten Fall betrachten, können wir unser Wissen über die Entstehung und Evolution des Lebens auf der Erde nutzen, um ein Rahmenwerk zur Identifizierung unbekannter und ungewisser Aspekte des Lebens auf anderen Welten zu schaffen," betonen die Autoren der Studie.
Die Gleichung des Lebens auf der Venus ist ein Schritt in Richtung eines besseren Verständnisses, wie Leben auf anderen Planeten entstehen und überleben könnte. Obwohl viele Fragen offen bleiben, könnten diese Studien zur Entdeckung neuer, faszinierender Fakten über unser Sonnensystem beitragen.