TechnikUkrainer setzen auf 3D-gedruckte Minen gegen russische Angriffe

Ukrainer setzen auf 3D‑gedruckte Minen gegen russische Angriffe

Ukrainer und Russen improvisieren aufgrund des Mangels an Bewaffnung mit Feldersatzprodukten. Für die Ukrainer sind Antipersonenminen zu einem der wichtigsten Verteidigungsmittel geworden. Sie produzieren kostengünstige Ersatzprodukte mithilfe von 3D-Druckern.

Ukrainische selbstgemachte Antipersonenmine.
Ukrainische selbstgemachte Antipersonenmine.
Bildquelle: © x (dawniej twitter) | Roy

Seit Beginn des Krieges haben die Ukrainer gerne auf die reichlichen Vorräte an Panzerabwehrminen zurückgegriffen, die gegen die russischen Panzer- und Mechanisierungskräfte wirksam sind. Leider haben die Russen im Laufe der Zeit ihre Taktik geändert und setzen auf Infanteriemassen, deren Angriffe als "Fleischstürme" bezeichnet werden.

Dies bereitet Probleme, da kleine russische Sturmgruppen sich nachts oder bei schlechten Sichtverhältnissen, wie beispielsweise bei Nebel, an die ukrainischen Positionen heranschleichen können. Ähnliches gilt im Fall von nordkoreanischen Soldaten, die Verluste ignorieren.

In solchen Fällen wäre es ideal, die Befestigungen mit Antipersonenminen zu sichern. Allerdings hat die Ukraine am 24. Februar 1999 den Ottawa-Vertrag unterzeichnet und am 27. Dezember 2005 ratifiziert, der die Nutzung solcher Minen verbietet und die Vernichtung bestehender Bestände fordert.

Antipersonenminen — eine Schlüsselwaffe, deren Vernichtung die Ukraine bereut

Russland hat den Vertrag nicht unterzeichnet, weshalb Antipersonenminen dennoch auf ukrainischem Boden vorhanden sind. Kürzlich haben die USA einer Lieferung eines Teils der Antipersonenminen an die Ukraine zugestimmt, aber dies deckt den Bedarf bei weitem nicht. Deshalb haben die Ukrainer eigene Versionen der Schmetterlingsminen PFM-1 entwickelt, die über Drohnen verstreut werden und als "Lebkuchen" bezeichnet werden.

In einem untenstehenden Video ist zu sehen, wie ein Russe eine solche Mine auseinanderbaut. Sie besteht aus einem 3D-gedruckten Gehäuse mit etwa 30 Gramm Sprengstoff und einem einfachen Detonator, der auf einer Zündkapsel basiert. Der Deckel ist mit einer Schraube befestigt, die beim Drauftreten bricht und die Schraube auf die Zündkapsel fallen lässt, was die Explosion auslöst.

Die Ukrainer stellen die Gehäuse der Minen entweder selbst her oder erhalten sie von Freiwilligengruppen. Diese Gruppen, zu denen nationale Abspaltungen der Gruppe Wild Bees zählen, organisieren Spendenaktionen, um den Kauf von Materialien für die Herstellung verschiedener Elemente für die ukrainischen Streitkräfte mithilfe von 3D-Druckern zu finanzieren.

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