NachrichtenErster H5N1-Fall bei Mensch in Mexiko: Mädchen in Lebensgefahr

Erster H5N1-Fall bei Mensch in Mexiko: Mädchen in Lebensgefahr

In Mexiko wurde der erste Fall der Vogelgrippe H5N1 beim Menschen registriert. Ein dreijähriges Mädchen aus dem Bundesstaat Durango wurde in schwerem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert.

Erster Fall von Vogelgrippe beim Menschen in Mexiko
Erster Fall von Vogelgrippe beim Menschen in Mexiko
Bildquelle: © Getty Images | Science Photo Library

Das Virus hat erstmals ein menschliches Opfer in Mexiko gefordert. Es handelt sich um ein dreijähriges Mädchen aus dem nördlichen Bundesstaat Durango. Laut Gesundheitsministerium befindet sich das Mädchen in einem kritischen Zustand. Diese Information wurde von der Agentur AP verbreitet, die sich auf eine Mitteilung des Ministeriums beruft.

Das mexikanische Gesundheitsministerium betonte, dass es keine Beweise für eine einfache Übertragung des H5N1-Virus von Mensch zu Mensch gibt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertet das mit diesem Virus verbundene Gesundheitsrisiko als gering.

Die ersten Fälle von Infektionen beim Menschen traten vor allem im Jahr 2024 auf. Die Erkrankung verläuft unterschiedlich schwer, von asymptomatischen Fällen bis hin zu seltenen tödlichen Verläufen. Bisher gibt es keine bestätigten Fälle, in denen das Virus von Mensch zu Mensch weitergegeben wurde.

Die besonders ansteckende Variante H5N1 verbreitet sich seit dem Jahr 2020 weltweit unter Tieren. Dadurch kommt es zu Vogelgrippeausbrüchen, insbesondere auf Geflügelfarmen. Das Virus wurde auch bei anderen Tierarten wie Bären, Katzen, Milchkühen, Hunden, Delfinen, Robben, Alpakas und Tigern nachgewiesen.

Wie kann eine Infektion mit dem Vogelgrippevirus erfolgen?

Eine Infektion mit dem H5N1-Virus kann durch engen Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Ausscheidungen (Kot, Speichel oder Nasensekrete) erfolgen. Jedoch kann sich das Virus auch über kontaminierte Oberflächen, wie beispielsweise Landwirtschaftsgeräte, Kleidung oder Schuhe verbreiten.

Bisher gibt es keine dokumentierten Fälle einer Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch. Experten weisen darauf hin, dass, obwohl bisher kein solcher Fall registriert wurde, dies in Zukunft nicht ausgeschlossen werden kann. Es könnte zu einer Mutation des Virus kommen, die eine Übertragung von Mensch zu Mensch ermöglichen würde.

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