GesundheitNachteulen riskieren depressive Phasen: Studie warnt Spätaufsteher

Nachteulen riskieren depressive Phasen: Studie warnt Spätaufsteher

Wissenschaftler der University of Surrey haben herausgefunden, dass Menschen, die spät einschlafen, anfälliger für Depressionen sind. Schlüsselfaktoren sind die Schlafqualität, der Alkoholkonsum und das Achtsamkeitsniveau.

"Eulen" sind anfälliger für Depressionen
"Eulen" sind anfälliger für Depressionen
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Anna Wajs-Wiejacka

Laut der Polnischen Presseagentur haben Untersuchungen der Wissenschaftler der University of Surrey gezeigt, dass Personen, die später einschlafen, stärker gefährdet sind, an Depressionen zu erkranken. An der Studie nahmen 546 Studenten teil, die einen Online-Fragebogen zu ihren Schlafmustern, ihrem Achtsamkeitsniveau, ihrer Neigung zum Grübeln über schwierige Erlebnisse und ihrem Alkoholkonsum ausfüllten.

Die Ergebnisse der Studie bestätigten, dass Personen mit einem Abendchronotyp, häufig als "Nachteulen" bezeichnet, anfälliger für Depressionen sind. Schlechtere Schlafqualität, höherer Alkoholkonsum und ein niedrigeres Achtsamkeitsniveau sind Faktoren, die diesen Zusammenhang erklären können. Diese Personen haben im Vergleich zu "Frühaufstehern" häufiger Schlafprobleme und greifen öfter zu Alkohol.

Die Autoren der Studie weisen darauf hin, dass ihre Arbeit einige Einschränkungen hat. Vor allem basierte die Studie auf Daten, die zu einem einzigen Zeitpunkt erhoben wurden, was keine eindeutige Bestimmung der Kausalität zulässt. Außerdem könnten die Ergebnisse möglicherweise nicht auf andere Altersgruppen als junge Erwachsene zutreffen.

Potenzielle Interventionen

Trotz dieser Einschränkungen schlagen die Wissenschaftler vor, dass Interventionen, die darauf abzielen, die Schlafqualität zu verbessern, die Achtsamkeit zu erhöhen und den Alkoholkonsum zu reduzieren, dazu beitragen können, das Risiko von Depressionen zu verringern, insbesondere bei jungen Erwachsenen.

Angesichts der Tatsache, dass viele junge Erwachsene mit Problemen im Bereich der psychischen Gesundheit zu kämpfen haben, sind die Ergebnisse dieser Studie besonders wichtig. Viele junge Erwachsene neigen dazu, spät schlafen zu gehen, und die Ergebnisse zeigen auf, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um das Risiko zu verringern—heben die Forscher hervor.

Diese Ergebnisse können für Personen, die an der Verbesserung der psychischen Gesundheit junger Menschen arbeiten, wichtig sein und auf bestimmte Bereiche hinweisen, die möglicherweise einer Intervention bedürfen.

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