TechnikNordkoreanische Artillerie auf der Krim: Eskalation droht

Nordkoreanische Artillerie auf der Krim: Eskalation droht

Analysten des deutschen Portals ZDF weisen auf den in den letzten Märztagen beobachteten Transport nordkoreanischer M-1989 Koksan-Artilleriegeschütze hin, die in Richtung Krim unterwegs sind. Experten zufolge könnte dies bedeuten, dass die Russen beabsichtigen, Truppen aus Nordkorea auf ukrainisches Territorium zu verlagern. Bisher kämpften die dortigen Soldaten nur auf russischem Gebiet.

M1989 "Koksan" während des Transports - Beispielbild
M1989 "Koksan" während des Transports - Beispielbild
Bildquelle: © X, @osintwarfare

Auf der Krim wurden nordkoreanische Koksan-Artilleriesysteme gesichtet, was darauf hindeuten könnte, dass Russland plant, einen Teil der Truppen aus Nordkorea in die Ukraine zu verlegen. ZDF berichtet, dass am 26. März ein Video im Netz aufgetaucht ist, das den Transport dieser Einheiten per Bahn in den nördlichen Teil der Krim zeigt.

Bedeutung der Artillerie „Koksan“

Die „Koksan“-Artillerie spielte eine Schlüsselrolle bei den russischen Aktionen im Oblast Kursk aufgrund ihrer großen Reichweite. Berechnungen der Analysten zufolge hat die Ukraine mindestens fünf solcher Einheiten mithilfe von Drohnen zerstören können, jedoch lieferte Pjöngjang Moskau mindestens 200 weitere.

Mögliche Eskalation des Konflikts

Die Anwesenheit nordkoreanischer Artilleriesysteme in der Ukraine könnte ein Vorbote einer Eskalation sein. ZDF legt nahe, dass Russland plant, nordkoreanische Bodentruppen schnell auf ukrainischem Territorium zu stationieren. Analysten weisen gleichzeitig darauf hin, dass dies das erste Mal wäre, dass Truppen aus Nordkorea in die Ukraine gelangen. Bisher kämpften Pjöngjangs Soldaten nur auf dem Territorium der Russischen Föderation.

Erinnern wir uns auch daran, dass laut dem südkoreanischen Geheimdienst Nordkorea eine neue Gruppe von Soldaten nach Russland geschickt hat, die mindestens 3.000 Personen umfasst. Obwohl die ukrainischen Streitkräfte nordkoreanische Technologie erfolgreich zerstören, verfügt Pjöngjang weiterhin über erhebliche militärische Reserven und Ausrüstung.

Die Koksan-Geschütze zeichnen sich vor allem durch ihren 170-mm-Kaliber aus, was ihnen ermöglicht, große Reichweiten zu erzielen. Standardmäßig können Spreng- und Splittergeschosse eine Distanz von etwa 43 km überwinden, aber bei Verwendung spezieller Munition kann diese Reichweite auf etwa 60 km ansteigen. Dieses System hat eine Feuerrate von zwei Schüssen in fünf Minuten, und seine Bedienung erfordert die abgestimmte Arbeit einer achtköpfigen Besatzung.

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