NachrichtenPentagon-Chef fehlt bei Ukraine-Treffen: Signal an Europa?

Pentagon-Chef fehlt bei Ukraine-Treffen: Signal an Europa?

Pete Hegseth, der Leiter des Pentagons, wird nicht am nächsten Treffen der Ramstein-Gruppe teilnehmen, einer Koalition, die die Ukraine seit 2022 unterstützt.

Pete Hegseth wird nicht am Treffen der Ramstein-Gruppe teilnehmen.
Pete Hegseth wird nicht am Treffen der Ramstein-Gruppe teilnehmen.
Bildquelle: © Getty Images | Anna Moneymaker

Der Pentagon-Chef Pete Hegseth wird bei dem bevorstehenden Treffen der Ramstein-Gruppe, das am 11. April um 13 Uhr (Ortszeit) stattfindet, nicht anwesend sein. Diese Gruppe, bestehend aus mehreren Dutzend Ländern, unterstützt die Ukraine seit 2022 im Angesicht der russischen Aggression. Diese Information wurde vom Portal Defence News unter Berufung auf europäische und amerikanische Quellen bekannt gegeben.

Laut der Polnischen Presseagentur wird das Treffen am 11. April das erste sein, bei dem der amerikanische Verteidigungsminister fehlt. Bereits am 12. Februar nahm Hegseth an Gesprächen der Gruppe teil, aber schon damals fand das Treffen nicht unter der Führung der USA statt. Auf Ersuchen der Vereinigten Staaten leitete damals Großbritannien. Dieses Mal werden Großbritannien und Deutschland diese Rolle übernehmen.

Die Abwesenheit von Hegseth ist für die europäischen Partner ein Signal, dass die Verwaltung von Präsident Donald Trump dem Thema der Bewaffnung der Ukraine keine große Bedeutung beimisst. Beim Februartreffen appellierte Hegseth an die europäischen Minister, mehr Eigenständigkeit in Verteidigungsfragen zu zeigen, anstatt sich auf die USA zu verlassen.

Die Geschichte der Ramstein-Gruppe

Die Ramstein-Gruppe wurde auf Initiative von Hegseths Vorgänger, Lloyd Austin, kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 gegründet. Seitdem gelang es, mehr als 126 Milliarden Dollar (109CHF Milliarden) an Hilfen für die Ukraine zu sammeln und zu koordinieren, etwa die Hälfte davon stammt aus den Vereinigten Staaten.

Nach Trumps Wahlsieg begannen die europäischen Teilnehmer der Gruppe, alternative Handlungsformate zu planen. Celeste Wallander, Beamtin des Pentagons unter Präsident Joe Biden, enthüllte, dass zu dieser Zeit entschieden wurde, dass Deutschland und Großbritannien die Initiative von den USA übernehmen.

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