Selenskyj fordert 4,5CHF Milliarden: EU sichert Munition zu
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, er benötige 5 Milliarden Euro (4,5 CHF Milliarden), um mindestens 2 Millionen Artilleriegeschosse zu kaufen. Aktuell haben wir bereits über 50 % der benötigten Menge, sagte die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas.
Während eines informellen Treffens des EU-Außenministerrats in Warschau informierte Kaja Kallas, dass die EU-Staaten bereits mehr als die Hälfte der für die Ukraine benötigten Munition liefern können. Präsident Wolodymyr Selenskyj bat um 5 Milliarden Euro (4,5CHF Milliarden), um mindestens 2 Millionen Artilleriegeschosse zu erwerben. Kallas betonte, dass es entscheidend sei, die Hilfe so schnell wie möglich in der Ukraine ankommen zu lassen.
Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, dass er 5 Milliarden Euro (4,5CHF Milliarden) für den Kauf von mindestens 2 Millionen Geschossen benötige. Ich freue mich darüber, dass wir bereits verschiedene Vorschläge erhalten haben, bei denen einzelne Staaten ihren Beitrag zu dieser Initiative anbieten. Wir haben bereits über 50 % der benötigten Mittel, und ich erwarte, dass auch heute Staaten erklären werden, was sie kurzfristig noch tun werden, um die Ukraine zu unterstützen - sagte Kallas laut der Polnischen Presseagentur.
Während des Treffens wurde auch das „Weißbuch“ der Europäischen Kommission zur Stärkung der europäischen Verteidigung erörtert. Dieses Dokument enthält Vorschläge für niedrig verzinste Kredite, um EU-Staaten bei der Entwicklung ihrer Verteidigungsfähigkeiten zu unterstützen. Kallas betonte, dass die im „Weißbuch“ vorgesehenen Ziele schneller als bis 2030 erreicht werden sollten.
Geopolitische Herausforderungen
Das Treffen in Warschau bot auch die Gelegenheit, die breitere geopolitische Lage, einschließlich der Konflikte im Nahen Osten, zu diskutieren. Kallas sprach außerdem die hohen Zölle an, die vom US-Präsidenten Donald Trump angekündigt wurden, und betonte, dass "Handelskriege keine Gewinner haben" und nur zu höheren Preisen für Verbraucher führen.
Die informellen Treffen der EU-Minister in Polen finden im Rahmen der polnischen Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union statt. Obwohl dort keine verbindlichen Entscheidungen getroffen werden, bieten sie ein wichtiges Forum zum Meinungsaustausch und zur Planung weiterer Maßnahmen.