Ukraine wehrlos: Russland bombardiert mit Präzisionswaffe
Die ukrainischen elektronischen Kampfsysteme funktionieren im Gebiet Belgorod nicht, was Russland präzise Angriffe ermöglicht, berichtet die ukrainische Agentur Unian. Bei einem solchen Angriff setzte die russische Armee die ODAB-500P-Bombe ein.
Die ukrainischen elektronischen Kampfsysteme, die erfolgreich die Navigation russischer Bomben stören, funktionieren auf dem Gebiet von Belgorod nicht. Laut Unian war dies kürzlich der Grund, warum ein russisches Kampfflugzeug einen präzisen Angriff auf einen Damm nahe Popowka durchführen konnte, wo ukrainische Truppen offensive Operationen leiten.
Die ODAB-500P-Bombe fiel auf russisches Gebiet
Bei einem Angriff im russischen Gebiet Belgorod setzten die Russen die ODAB-500P-Bombe ein. Diese Munition verbreitet ein brennbares Aerosol und zündet es anschließend. David Axe, ein Analyst bei Forbes, merkt an, dass die Wahl dieser Bombe zur Zerstörung eines Damms untypisch ist, da ihr thermobarer Effekt für Menschen zerstörerischer als für Infrastruktur ist.
Es ist zu beachten, dass die russische ODAB-500P-Bombe im Wesentlichen auf das Territorium der Russischen Föderation fiel. Das Ziel des Angriffs waren jedoch die ukrainischen Truppen in der Nähe des Damms. Der Einsatz dieser spezifischen Munition könnte darauf hindeuten, dass die Russen nicht die Infrastruktur schädigen, sondern Lebendkräfte verletzen wollten. Leider funktionierten die ukrainischen elektronischen Systeme, die vor solchen Bomben schützen, in der Nähe von Belgorod nicht, was das präzise Treffen ermöglichte.
Die ODAB-500P-Bombe
Die ODAB-500P ist eine Weiterentwicklung der ODAB-500, einer sowjetischen Brennstoff-Luft-Bombe, die in den 1970er Jahren eingeführt wurde. Im Inneren der ODAB-500 (die etwa 400 kg wiegt) befinden sich fast 100 kg Ethylenoxid. Diese Basisversion der Munition zeichnet sich jedoch durch eine sehr niedrige Zuverlässigkeit aus. Aus diesem Grund wurde die ODAB-500 durch eine neuere Generation, die ODAB-500P, ersetzt.
Die Variante mit dem Zusatz "P" enthält knapp 150 kg Piperylen und sieben Ladungen festen Sprengstoffs. Die Explosion dieser Ladungen erzeugt eine Brennstoff-Luft-Wolke, deren Detonation durch einen zusätzlichen Zünder ausgelöst wird. Der flüssige Sprengstoff ermöglichte es, die Wirksamkeit der ODAB-500P auf ein dreimal höheres Niveau als bei einer klassischen 500 kg Bombe zu steigern.