EU‑Länder wittern Chancen im Handelskrieg zwischen USA und China
Ausgewählte EU-Länder könnten von der Politik Donald Trumps und dem Handelskrieg profitieren, in dem die Hauptkonfliktparteien die USA und China sein werden, erklärte die Beratungsfirma Crido. Sie fügte hinzu, dass Investitionen in die europäische Energieversorgung sich auf die Senkung der Energiekosten konzentrieren sollten.
Laut Crido könnten die Entscheidungen des gewählten US-Präsidenten Donald Trump, die mit staatlichem Protektionismus verbunden sind, wie z. B. die Erhöhung von Zöllen, die Attraktivität der Europäischen Union und Polens als Investitionsstandort negativ beeinflussen.
Einige Länder können von Trumps Politik profitieren
Einige EU-Länder könnten jedoch von Donald Trumps Politik und dem Handelskrieg zwischen den USA und China profitieren.
"Das wird geschehen, wenn Handelsgeschäfte im Bereich Verteidigung oder Energie zwischen europäischen NATO-Ländern und den Vereinigten Staaten sowie potenzielle Vorteile für den amerikanischen Haushalt die Zollpolitik hinsichtlich des Exports europäischer Waren in die USA mildern könnten", stellten sie fest.
In einem solchen Fall können EU-Länder damit rechnen, dass ein Teil der amerikanischen Investitionen in Europa platziert wird, einschließlich solcher, die aus China verlagert werden.
Im zweiten Szenario, das sich mit dem ersten überschneiden könnte, würde die EU Bestrebungen zu stärkerer Wettbewerbsfähigkeit und Unabhängigkeit von den USA nach Jahren der Rückständigkeit unternehmen.
Laut Crido muss Europa in beiden Szenarien "in neue Technologien und Innovationen investieren, aber auch rechtliche Hürden und Bürokratie abbauen", was - so die Einschätzung der Firma - europäische Unternehmen beeinträchtigen könnte. Darüber hinaus sollten Investitionen in die Energiewende sich nicht "nur auf den ökologischen Effekt konzentrieren, sondern auch auf die Senkung der Strompreise in den EU-Ländern".
Die Beratungsfirma betont, dass die Innovationskraft, Energieeffizienz und Verfügbarkeit moderner Technologien entscheidende Faktoren für die Wahl des Investitionsstandorts sein werden. "Der Schritt zu technologischen Fortschritten und billiger Energie; einen solchen Partner wie die USA zu erreichen, wird von den EU-Ländern erhebliche Kapitalaufwendungen erfordern", stellten sie fest. Deshalb sei es - so fügte sie hinzu - zu erwarten, dass die Europäische Kommission Fonds zur Unterstützung von Energie, Innovation, Industrie und Wissenschaft initiieren werde.